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Der AStA der Universität Hannover bietet in Kooperation mit der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH], der 762-Antifa und der Kampagne „Nazis die Räume nehmen“ auch dieses Jahr wieder eine Veranstaltungsreihe an. Die Bandbreite reicht dabei von einem Stadtrundgang zu Verbindungshäusern, über einen Einblick in die Naziszene Hannovers, zu dem Zusammenhang von Sarrazin-Debatte und Krise, hin zu den Inhalten und Styles der neuen Rechten.

Die deutsche Welle in Krisenzeiten

Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Mit nichten meint unser Referent, dessen Kernthese dabei lautet, dass Sarrazin einen „Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert wurde. In der anschließenden Diskussion sollen die Thesen des Referenten einer kritischen Würdigung unterzogen, und eventuelle Konsequenzen für die antifaschistische Praxis erörtert werden.

Eine Veranstaltung mit Tomasz Konicz (Journalist)

Mo. 15. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn


Das „who is who“ der Naziszene in Hannover

Die Zeiten in denen ein Großteil der Neonazis im Skinhead-Stil mit Springerstiefeln und Bomberjacken als klar erkennbar galten, sind längst vorbei. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer hinter den menschenverachtenden Parolen steht.
An diesem Abend soll es einen Einblick in die organisierte Naziszene von Hannover geben: Welche Gruppen sind in Hannover aktiv?

Eine Veranstaltung von und mit der Kampagne “Nazis die Räume nehmen! Für ein antifaschistisches Hannover!”

Mi. 17. November 2010 | 20 Uhr | UJZ Korn


„Den Füchsen gute Nacht sagen…“

Verbindungskritischer Stadtrundgang

An diesem Abend wollen wir euch die Häuser einiger hannoveraner Studentenverbindungen vom Nahen zeigen, über deren Aktivitäten informieren und zentrale Aspekte des Verbindungswesens in den Blick nehmen. Oktoberabende können kalt sein, denkt also an warme Schuhe und bringt euch gerne auch ein Bier mit! Die Aktion soll ca. 1,5 Stunden dauern.

Eine Veranstaltung der 762-Antifa.

Di. 23. November 2010 | 18 Uhr | Start am Theodor Lessing Haus


Inhalte und Styles der neuen Rechten

Nazis treten seit geraumer Zeit mit ungewohnten Inhalten auf: Ob mit antikapitalistischen Transparenten bei HartzIV-Demos 2005, beim ersten Mai 2008 oder bei Bildungsprotesten 2010. Ebenso geben sie sich als Kriegsgegner wie jährlich in Dortmund zum „nationalen Antikriegstag“ oder als Fan „anderer Kulturen“ wie im Konflikt des Baskenlandes und Palästina. Dazu kommt der Trend sich am Kleidungsvorbild der Autonomen zu orientieren und Aktionsformen wie den schwarzen Block zu übernehmen. Nichts mehr mit Führerkult, antisemitischer Verschwörungstheorie und dem endgültigen Kampf der Rassen?
Den Inhalten und Styles der neuen Rechten soll nachgegangen werden und die Frage gestellt werden, in wie fern dies alles „Neues“ darstellt oder fester Bestandteil rechter Ideologie schon immer war.

Eine Veranstaltung mit Recherche Nord

Mi. 24. November 2010 | 20 Uhr | Elchkeller

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